Dienstag, 28.08.2001: 5,5 h Wegzeit, ↑1100 Hm, ↓400 Hm
Faneshütte -> Große Fanesalpe -> Tadegajoch -> Forc del Lago -> Rifugio Lagazuoi
8:20 Aufbruch Wetterbericht: 8 Grad Lufttemp., vormittags Sonne, Nachmittags ist mit Gewittern zu rechnen.
Der erste Teil des Weges ist sehr einfach zu gehen. Leichtes Gelände an Kühen, Pferden vorbei zur Gr. Fanesalpe (würden wir alle sofort beziehen). Weiterhin ein einfacher Weg zum Tadegajoch zwischen herrlichen Bergen vorbei (viele Schichten und Falten zu sehen – Tine ist begeistert). Dann rauf zum Forc del Lago (2480m).
Oben am Forc Sicht auf die Marmolada und ‘oh Schreck’ auf unser Ziel – das Rifugio Lagazuoi (2752m). Erst einen steilen Schutthang vom Forc del Lago runter (300 Hm) und dann einen steilen Schutthang wieder rauf zum Rif. Lagazuoi (600 Hm) – und das nach 3h Wanderung. Oben angekommen waren wir zum 1. Mal so richtig ‘fertig’. Dann auch noch viele Ausflügler mit Turnschuhen und Sandalen, die mit der Seilbahn rauf sind und uns mitleidig belächelten.
Bertel hat heute zähneknirschend zugegeben, daß er froh ist, nicht seine Tourenplanung zu gehen, sondern daß wir kürzere Etappen einplanten.



Montag, 27.08.2001: 4 h Wegzeit, ↑550 Hm, ↓820 Hm
Seekofelhütte -> Sennes-Hochfläche -> Senneshütte -> Schutzhaus Fodara Vedla -> Sent. Bancdalse -> Vallone di Rudo -> Pischodelsee -> Faneshütte
Um 6:15 Uhr klingelt der Wecker und alles strömt zu den Mini-Waschbecken und den zwei Stehklos (Oberschenkelkrampf lässt grüssen). 8:00 Uhr Frühstück und 8:50 Uhr Aufbruch. In der Früh nieselt es ein bischen, aber das Wetter wird immer freundlicher (wir auch).
Nach ca. 1 h kommen wir an der Sennes Hütte vorbei. Sehr gepflegt, eher ein Hotel. Über die Sennes-Hochfläche weiter zum Schutzhaus Fodara Vedla. Liegt wunderschön und lädt zu einem Wochenaufenthalt ein.
Wir beschließen, die Variante 1 in Richtung Faneshütte zu gehen und sind begeistert. Über ein Bachbett am Nordhang des Croda Camin zum Colle di Ru über sehr steile Geröllhänge an einem Wasserfall vorbei – im Wanderführer steht “nur für absolut trittsichere Wanderer – Steinschlag” – ist sicher nicht übertrieben.
An der Westseite des Castello Bancdalse unter senkrechten Wänden über Schutt wieder nach Süden steil runter zur Strasse. Am Pischodelsee (mehr ein Tümpel) an der Strasse entlang Richtung Faneshütte.
15:00 Uhr: Ankunft an der Faneshütte. Privates Haus – mehr ein Hotel – heiße Duschen – Doppelzimmer – sehr sauber – neu renoviert